Ohne Fachbegriffe geht’s nicht

Sekundärreserve

Vollautomatisch schaltbare Kraftwerke wie Gasturbinen oder Pumpspeicherkraftwerke sind zurzeit noch Hauptquelle der Sekundärreserve – doch auch virtuelle Kraftwerke sind zunehmend in der Lage, diese Regelleistung zu vermarkten.

Die Sekundärreserve dient wie die anderen Regelleistungen der Netzfrequenzstabilität von 50 Hertz. Sie wird bei Schwankungen innerhalb von 5 Minuten bereitgestellt, also nach der Primärreserve. Nach spätestens 15 Minuten übernimmt im Normalbetrieb die Tertiär- bzw. Minutenreserve. Schaltungen im Sekundärreserveleistungs-Bereich sind daher für gewöhnlich kürzer als 15 Min.

Die Erzeuger sind mit der Leitwarte eines der vier Übertragungsnetzbetreibers verbunden, die eigene Leistungsfrequenzregler betreiben, um Sekundärreserve automatisch auf ihre Anbieter zu verteilen.

Auch hier müssen Erzeuger oder deren beauftragte Vermarkter einen Rahmenvertrag mit einem Übertragungsnetzbetreiber schließen. Voraussetzungen dafür sind unter anderem eine Mindestangebotshöhe von 5 MW. Außerdem muss spätestens 30 Sekunden nach Aktivierung eine Reaktion von 1 MW erkennbar sein – die gesamte angebotene Leistung muss innerhalb von 5 Minuten bereitstehen.

Auf www.regelleistung.net wird die Auktion der Sekundärregelleistung wöchentlich am Mittwoch für die Folgewoche durchgeführt. Positive und negative Reserven werden getrennt angeboten und getrennt erbracht, zusätzlich aufgeteilt in Haupt- und Nebenzeit (Hauptzeit ist natürlich von Montag bis Freitag 8 -20 Uhr). Zuschlagsrelevant sind sowohl Leistungs-, als auch Arbeitspreis, da die Übertragungsnetzbetreiber bestrebt sind, so günstig wie möglich einzukaufen.

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